Mehrtageswanderung im Naturpark Soonwald-Nahe

 

Seit vielen Jahren führen die Kreuzbergfreunde eine Mehrtageswanderung durch, wobei bislang die Rhön immer das Wanderziel war. „Einmal neue Wege gehen“ war das Motto der diesjährigen Wanderung. Nachdem wir die wichtigsten Wanderziele der Rhön durchstreift hatten, eroberte die Wandergruppe dieses Jahr den Naturpark Soonwald-Nahe.

In der Zeit vom 31.August-4. September wurden vom Standort Feillbingert drei Rundwanderungen durchgeführt, nachdem eine kleine  Gruppe von Vorwanderern die Strecken zuvor erkundet und die Wanderpläne festgelegt hatte.

Der erste Wandertag führte die 21 Mitwanderer über Oberhausen (Nahe)  in den bekannten Weinort Duchroth, wo wir mittags bei einem Winzer einkehrten, um nach einer kräftigen Brotzeit den einheimischen Nahewein zu verkosten. Bei herrlichem Hochsommerwetter machte das Wandern besonderen Spaß. Bevor wir ins Hotel zurückkehrten, legten wir am Schmittenstollen ( ein bekanntes Schaubergwerk, wo bis in die 30er Jahre Quecksilber abgebaut wurde) eine kurze Rast ein, um uns mit kalten Getränken zu erfrischen.

Das Ziel des  zweiten Wandertages war Bad Münster am Stein mit seinen Solequellen und dem bekannten Rotenfels. Der Weg führte uns zunächst vorbei am Golfplatz , dann durch Weinberge hinunter zur Nahe. Dabei hatten wir den Rotenfels immer im Blick. Der Rotenfels weist eine Wandhöhe von 202 m auf und ist 1200 m lang. Er ist die mit Abstand höchste Steilwand zwischen Alpen und Skandinavien. Der Rotenfels besteht aus rötlichem Porphyr-Gestein mit feinkörnig kristalliner Struktur. Nach 2 km entlang der Nahe erreichten wir den bekannten Badeort Bad Münster am Stein. Im Cafe des Kurhauses machten wir unsere Mittagsrast. Danach unternahmen wir einen kleinen Sparziergang durch den Kurpark, wo wir an der Saline die Sole-haltige Luft einatmen konnten. Bei herrlichem Sonnenschein traten wir den Rückweg an.

Am dritten Wandertag war die Ruine Montfort unser Ziel. Sie liegt auf einer Bergkuppe zwischen Duchroth und Hallgarten inmitten des Waldes. Die Ruine zählt zu den eindrucksvollsten  Burgresten der Pfalz. Sie wurde um 1200 erbaut und diente der Überwachung der nahen Heeresstrasse. Im Jahr 1456 wurde sie von den Kurmainz`chen Truppen erobert und anschließend zerstört. Bis zum heutigen Tag wurde die Ruine baulich praktisch nicht verändert. In der Neuzeit wurde die Burg von staatlicher Seite übernommen, restauriert und steht jetzt der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Nachdem wir vom Burgfried den herrlichen Blick über die Nahelandschaft genossen hatten, setzten wir unsere Wanderung fort. Die Mittagspause verbrachten wir auf der Lemberghütte, wo wir bei „Speis und Trank“  uns regenerierten, denn der Aufstieg zur Hütte hatte durch die Weinberge bei hochsommerlichen Temperaturen viel Kraft gekostet. Der Heimweg führte uns durch ein herrliches Waldgebiet wieder zu unserem Hotel zurück.

Der nachfolgende Abend stand ganz im Zeichen des Weinfestes in Duchroh. Wir fuhren mit einem Taxiunternehmer gegen 18.00 Uhr  zu diesem Weinort, wo wir im Rahmen einer Weinwanderung rund um den Gangelsberg an den dort aufgestellten Weinständen den Nahewein in vollen Zügen genießen konnten. Danach verbrachten wir den Rest des Abends auf dem Duchrother Dorfplatz, wo eine Wein-Berg-Wein-Party mit Speisen und Getränken stattfand. Dort erfolgte auch die Wahl des Duchrother Weinkönigs. Gegen 22.30 Uhr traten wir gesättigt mit Speisen und Wein die Rückfahrt  zum Hotel an. Ein erlebnisreicher Wandertag  fand damit seinen schönen Abschluss.

Laut Wanderprogramm sollte am Sonntagmorgen der Schmittenstollen angelaufen werden, um dort die schon vorgebuchte  Besichtigung dieses Schaubergwerkes  vorzunehmen. Leider kam der Besuch des Bergwerkes nicht zustande, da es zu Wanderungsbeginn relativ stark regnete. Daher haben die meisten Wanderer nach dem ausgiebigen Frühstück die Heimreise angetreten.

Insgesamt kann festgestellt werden, dass alle Kreuzbergfreunde  von der gut organisierten und durchgeführten Wanderung durch die herrliche und beeindruckende Nahelandschaft hellauf begeistert waren. Eine Wiederholung der Wanderung in dieser Region im nächsten Jahr ist daher durchaus sinnvoll und  erstrebenswert.

Der Wanderwart

Meinolf Heil