Bestsellerautorin Rita Falk bringt bayrisches Kolorit in das evangelische Gemeindezentrum in Hüttenberg
Gießener Anzeiger v. 11.10.2014

HÜTTENBERG – (sgl).

Krustenbraten, Knödel, Krautsalat – fällt diese Alliteration im Zusammenhang mit einer Krimilesung, dann ist schnell klar: Der Eberhofer Franz hat sein mobiles Ermittlungsbüro aufgebaut und das Publikum eingeladen, mit ihm in Niederkaltenkirchen zu ermitteln. Doch der Franz kommt in weiblicher Gestalt, in Form von Rita Falk, jener deutschen Bestsellerautorin, die den Eberhofer Franz erfunden und ihm ein Gesicht gegeben hat. Am Donnerstag las Falk im Rahmen des Gießener Krimifestivals im ausverkauften evangelischen Gemeindezentrum in Hüttenberg vor 250 Gästen. Rund 130 Personen hatten sich hoffnungsvoll auf die Warteliste des gastgebenden Vereins „Hüttenberger Kreuzbergfreunde“ setzen lassen.

Rita Falk las aus dem Band „Sauerkrautkoma“. Foto: Glinke.
Rita Falk las aus dem Band „Sauerkrautkoma“.
Foto: Glinke.

Knapp zwei Stunden las Rita Falk also aus dem Leben des Provinzpolizisten Franz Eberhofer. Dabei kamen alle Figuren des skurrilen Personals zum Zuge, die man aus der Provinzkrimi-Reihe Falks kennt: Der Papa, die schwerhörige Oma, die so lecker wie keine andere kocht, Franz’ Bruder Leopold (die „eklige Schleimsau“) und seine thailändische Frau Panita sowie die kleine „Sushi“ (die eigentlich Uschi heißt), der Ex-Kollege Birkenberger Rudi und Franz’ Gspusi, die Susi. Mit viel bayerischem Kolorit, stark dialektal, oft umgangssprachlich und immer aus der Sicht vom Eberhofer Franz in der Ich-Perspektive erzählt, lässt Falk ihren Ermittler auf der Bühne lebendig werden. Dass hier eine Frau aus der Sicht eines Mannes erzählt, wirkt nur auf den ersten Blick befremdlich, schließlich kennt niemand den Protagonisten besser als die Autorin selbst. Und die stammt eben selbst aus Bayern, ist in Oberammergau geboren, lebt mit ihrer Familie in München. Da kommen die Lokalpossen treffsicher rüber, und Falk liest das Ganze dank ihres bayerischen Dialektes so schön, dass man in der Sprache alleine versinken möchte, und selbst das Schimpfwort „Arschloch“ einen wundervollen Klang bekommt.

Das macht es zuweilen etwas schwierig, sich auf den Inhalt zu konzentrieren, doch der ist oft so situationskomisch, schwarzhumorig und skurril ausgelegt, dass man immer wieder den Faden in die Geschichte findet. Man fiebert mit, wenn der Eberhofer sich darüber aufregt, dass seine Susi mit einer „blend-a-med-Fresse“ tanzt, freut sich mit ihm, als er nach München in die Löwengrube versetzt wird, und fiebert mit, als im Kofferraum des alten klapprigen Opel Admirals vom Papa eine Leiche gefunden wird.

Falk gelingt es, gleichsam eine klassische Krimihandlung zu schaffen und für ordentliche, feine Satire zu sorgen. Nicht umsonst wurde der Eberhofer Franz schon mit dem ersten Buch „Winterkartoffelknödel“ zu einem Beststeller. Seitdem sind vier weitere Bände erschienen, zuletzt „Sauerkrautkoma“, auf das die Autorin bei der Lesung in Hüttenberg den Fokus setzte. „Ich weiß, man hatte Euch eigentlich ein Potpourri versprochen, ich sag’s ehrlich, mir ist die Zeit davon gerannt“, gestand eine sichtlich angeschlagene Autorin, die am Donnerstag mit einer Erkältung und Stimmproblemen zu kämpfen hatte, die Lesung aber professionell und trotz allem bestens gelaunt durchzog. „Wär’s nicht Hüttenberg, ich hätte abgesagt“, gestand sie und zeigte ihre enge Verbindung zum Krimifestival, bei dem sie schon mehrfach – bereits vor dem Durchbruch mit dem ersten Eberhofer-Band – zu Gast war, nun schon zum zweiten Mal in Hüttenberg bei den „Kreuzbergfreunden“.

Und so gab’s statt des Potpourris eine Lesung aus „Sauerkrautkoma“. Zum Schluss legte Falk dann noch ein Appetithäppchen aus „Winterkartoffelknödel“ obendrauf, das dieser Tage als Verfilmung (nach „Dampfnudelblues“ die zweite Verfilmung der Reihe) mit Sebastian Bezzel in der Hauptrolle ins Kino kommt. Im Gegensatz zu „Dampfnudelblues“, der nur in bayerischen Kinos zu sehen war, da das Ganze eigentlich als reine TV-Produktion gedacht war, läuft „Winterkartoffelknödel“ bundesweit ab dem 16. Oktober. Ein Urlaub in Bayern scheint, dank Rita Falk, dennoch verlockend.


Überschuss gemeinnützig gespendet
Gießener Anzeiger v. 17.01.2014
POSITIVE ENTWICKLUNG Wieder 30 neue Mitglieder bei den Hüttenberger Kreuzbergfreunden

HÜTTENBERG – (jow). 70 Mitglieder und fünf Gäste konnten die Hüttenberger Kreuzbergfreunde zu ihrer Jahreshauptversammlung in den Hüttenberger Bürgerstuben begrüßen. Vorsitzender Bernd Lischper stellte in seinem Jahresbericht erfreut fest, dass sich der Mitgliederstand um weitere 30 auf nunmehr 272 erhöht. Die Teilnahme der Kreuzbergfreunde am Hüttenberger Maimarkt wurde positiv bewertet.

Fast der gesamte Überschuss wurde an gemeinnützige Einrichtungen in Hüttenberg gespendet. Möglich wurde dies durch die große Unterstützung der Mitglieder, für die sich der Vorsitzende bedankte. Auch die Teilnahme an den anderen großen Veranstaltungen des Vereines, wie die mehrtägige Radtour durch den südlichen Schwarzwald und die Mehrtageswanderung in der Hohen Rhön, waren mit jeweils über 20 Teilnehmern sehr erfolgreich. Das Gleiche galt für den Tagesausflug der Kreuzbergfreunde nach Limburg. Zu Wasser und zu Lande wurde die Fachwerkstatt an der Lahn erkundet.

Auch kulturell haben die Kreuzbergfreunde im abgelaufenen Jahr wieder einiges geboten. Zum vierten Mal nahm der Verein mit einer Krimi-Lesung in Hüttenberg am Gießener Krimifestival teil, bei der 200 zufriedene Gäste den „Krimi-Cops“ lauschten. Um sich fit zu halten, veranstaltet der Verein ganzjährig mehrere Events unter dem Motto „Fit mit den Kreuzbergfreunden“. Zu diesen Treffen, die das Ziel haben das heimische Gefilde zu erwandern oder zu erradeln, werden Interessierte kurzfristig eingeladen.

Über eine solide Kassenlage konnte Kassierer Gerold Hahn berichten. Manfred Roth wurde in einer Ergänzungswahl für den ausscheidenden Kassenprüfer Rainer Neukirch neu als Kassenprüfer für zwei Jahre gewählt.

Unter der Regie von Wahlleiter Hans Schmidt wurden die Ergänzungswahlen durchgeführt. Bernd Lischper wurde als Vorsitzender bestätigt ebenso wie Wanderwart Dr. Meinolf Heil. Dr. Heil informierte in einem anschließenden Bildervortrag über die Ereignisse des abgelaufenen Jahres. Am Ende der Versammlung nutzen die Abteilungsleiter die Gelegenheit, die Veranstaltungen für 2014 im Einzelnen vorzustellen und um Teilnehmer zu werben.

Auch im nächsten Jahr wird es ein ansprechendes und abwechslungsreiches Fitness- und Veranstaltungsprogramm geben. Im Herbst soll es wieder ein Schlachtessen geben.

Der Vorsitzende bedankte sich zu guter Letzt für den besonderen Einsatz der Abteilungsleiter Radwandern, Wandern und „Fit mit den Kreuzbergfreunden“ mit einem besonderen Helferpokal der Kreuzbergfreunde.


Kreuzbergfreunde auf großer Tour
Gießener Anzeiger v. 25.07.2013
TRADITIONSVERANSTALTUNG Hüttenberger mehrere Tage mit dem Rad unterwegs
Kreuzbergfreunde vor dem Hote Anika. (Foto: Weil)
Auf ihrer Schwarzwaldtour passierten die Kreuzbergfreunde zahlreiche schmucke Städtchen. Foto: Weil

(jow). Eine mehrtägige Radtour gehört bei den Hüttenberger Kreuzbergfreunden inzwischen zur jährlichen Tradition. In diesem Jahr hatte Vorstandsmitglied Andreas Bohnebeck eine Tour entlang des Südschwarzwald-Radweges vorbereitet. Von Hinterzarten starteten die 19 Teilnehmer auf die 240 Kilometer lange Tour, die in vier Etappen absolviert wurde. Ein Begleitbus für den Gepäck-Transport- mit dem „Notfall“-Team Siggi und Werner Kurtze entlastete die Tourteilnehmer.

Bei herrlichem Wetter und angenehmen Temperaturen führte der erste Abschnitt durch die Hochschwarzwaldlandschaft und das Wutachtal über Titisee, Lenzkirch und Bonndorf nach Stühlingen. Von dort verlief am nächsten Tag der Radweg weiter entlang der Wutach an den Rhein bei Waldshut. Nach einer Mittagspause in der sehenswerten Altstadt folgte die Route dem Rheinlauf über Laufenburg, Bad Säckingen nach Rheinfelden. Zum hoch gelegenen Hotel mobilisierten die Radler auf der längsten Etappe (85 Kilometer) noch einmal alle Kräfte.

Am nächsten Tag radelten acht „Bergtüchtige“ unter Führung des Radexperten der Kreuzbergfreunde, Michael Obert, über die Schwarzwaldhöhen nach Lörrach und weiter nach Bad Bellingen. Der andere Teil der Gruppe fuhr weiter dem Rhein folgend über Pratteln durch Basel, Weil am Rhein nach Bad Bellingen. Auf der gemeinsamen Strecke wurde dann das vorletzte Etappenziel Neuenburg erreicht. Die kulinarischen Köstlichkeiten des Schwarzwaldes und die sonnenverwöhnten Weine des Markgräfler Landes wurden zur körperlichen Regeneration genutzt.

Der letzte und kürzeste Abschnitt führte nach Freiburg und Kirchzarten, von wo aus die Gruppe per Bahn wieder Hinterzarten erreichte. Alle mitgeradelten Hüttenberger Kreuzbergfreunde waren sich einig, eine unvergessene, landschaftlich und kulturell erlebnisreiche Radtour mit gleich gesinnten Freunden verbracht zu haben.


Hüttenberger Kreuzbergfreunde spendeten an Vereine
Gießener Allgemeine v. 13.10.2011
Hüttenberg (jow). Weil das Ehrenamt für eine Kommune wichtig ist, unterstützen die Hüttenberger Kreuzbergfreunde wieder fünf Vereine, die sich in diesem Jahr um das Hüttenberger Gemeinwohl verdient gemacht haben.
Das Foto zeigt: Kassierer Dietmar Rauer (Vierter von rechts), Vorsitzender Bernd Lischper (rechts) und Dieter Weil (Fünfter von links) übergaben die Schecks an die Vertreter der Vereine. (Foto: jow)
Das Foto zeigt: Kassierer Dietmar Rauer (Vierter von rechts), Vorsitzender Bernd Lischper (rechts) und Dieter Weil (Fünfter von links) übergaben die Schecks an die Vertreter der Vereine. (Foto: jow)

Über einen Scheck freuten sich der Förderverein Kinderheim Zoar mit seinen Vorstandsmitgliedern Friedhelm Allmenröder und Dieter Merz, der Förderverein Betreute Grundschule mit Annette Berndt, der Förderverein Hallenbad Hüttenberg mit Horst Ulm an der Spitze, die Jugendgruppe »Die Eisvögel« der Naturschutzgruppe Hüttenberg mit den Vorstandsmitgliedern Marion Tilli und Klaus Viehmann sowie die Jugendfeuerwehr mit Jugendwart Benedikt Kummer. Die Betreute Grundschule erhielt 500 Euro, die vier anderen Vereine wurden mit 250 Euro bedacht. Der Vorsitzende der Kreuzbergfreunde, Bernd Lischper, betonte, dass es dem Verein ein Anliegen sei, die Belange der Vereine und Institutionen zu unterstützen. »Wir sind froh, dass wir mit unseren Aktivitäten anderen Menschen helfen können und dass das Geld da ankommt wo Hilfe nötig ist.


Krimi aus dem Alpenland
Gießener Anzeiger v. 21.10.2011
Rita Falk stellte in Hüttenberg Roman „Dampfnudelblues“ vor

(jow). Auch in Hüttenberg machte das überregional bekannte Krimifestival gestern Station. Der Einladung der Hüttenberger Kreuzbergfreunde in das Paul-Schneider-Gemeindezentrum waren über 200 Personen gefolgt, um der Bestsellerautorin Rita Falk zu lauschen. Die in Landshut lebende Autorin las an diesem Abend aus ihrem zweiten Provinzkrimi „Dampfnudelblues“ vor, dessen Hauptperson der Eberhofer Franz ist. Dieser sorgt in dem kleinen Dörfchen Niederkaltenkirche mit Elan und Scharfsinn für Recht und Ordnung. An diesem Abend hatte er gegen den Täter zu ermitteln, der das Haus des Realschulrektors Höpfl mit Parolen beschmiert hatte. Hinzu kam noch, dass der Schulleiter nicht zum Unterricht erschienen war. Gerade in diesen Fällen ermittelte der Eberhofer Franz mit nicht ganz alltäglichen Methoden. Falk hatte die Zuhörer schnell auf ihrer Seite und in ihren Bann gezogen. Passend zu der bayerischen Heimat des Kommissars und der Autorin, präsentierten die Hüttenberger Kreuzbergfreunde eine zünftige Brotzeit und Schwarzbier. Musikalisch umrahmte Thomas Bernsdorff mit der Gitarre das Geschehen und gab damit dem Abend seine eigene Note.


Kreuzbergfreunde feiern Jubiläum
Gießener Anzeiger v. 10.03.2010

(bjb). Die Hüttenberger Kreuzbergfreunde kündigten in ihrer Jahreshauptversammlung an, in diesem Jahr ihr zehnjähriges Bestehen zu feiern. Das wichtigste Ereignis im vergangenen Jahr war, so Vorsitzender Bernd Lischper, die aktive Teilnahme am Hüttenberger Maimarkt. Die Spendenbereitschaft der Kreuzbergfreunde kam 2009 dem CVJM Hochelheim/Hörnsheim, der Betreute Grundschule und der Hüttenberger Seniorenwerkstatt zugute, denen je 500 Euro überreicht wurden. Bei den Vorstandswahlen wurden Bernd Lischper (1. Vorsitzender), Andreas Bohnebeck (Kassenwart) und Meinolf Heil (1. Wanderwart) in ihrem Amt bestätigt. Rolf Olbrich wurde als Beisitzer einstimmig für Albert Rehorn in den Vorstand gewählt. Michael Obert wurde als Beisitzer neu in den Vorstand für den Bereich Wandern/Radfahren gewählt.